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Mehr Medikationssicherheit in Pflegeeinrichtungen
Etwa ein Viertel der Alten- und Pflegeheimbewohner erleidet durch die Vielzahl ihrer Arzneimittel Schädigungen, wie z.B. Magenbluten, Stürze, Verwirrtheit oder Inkontinenz.
Bei zehntausenden Heimbewohnern wird aufgrund von Arzneimittelproblemen sogar ein Krankenhausaufenthalt erforderlich.
In Deutschland nehmen hoch betagte Senioren im Durchschnitt acht Medikamente ein – da überrascht es nicht, dass die Arzneimittelversorgung gerade bei dieser Bevölkerungsgruppe Schwächen aufweist.
Fakt ist: Der Qualität der Arzneimittelversorgung in deutschen Altenheimen wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Leid, das durch arzneimittelbezogene Erkrankungen entsteht, ist häufig vermeidbar, ebenso die Folgekosten, die z.B. durch Krankenhauseinweisungen entstehen.
Nach Experteneinschätzungen ließen sich etwa 50% der Schädigungen verhindern, wenn die mitunter komplizierten Zusammenhänge zwischen den einzelnen pharmazeutischen Präparaten, dem individuellen Krankheitsbild und anderen Faktoren, wie beispielsweise der korrekten Einnahme, transparent wären.
Oft beruhen diese Probleme auf einer unzureichenden Kenntnis und Weitergabe von individualisierten Arzneimittelinformationen, sowie unklaren Verantwortlichkeiten bei der Koordination des gesamten Arzneimittelversorgungsprozesses.
Aus diesem Grund hat die niedersächsische Versandapotheke Sanicare mit den Fachexperten der Gero PharmCare GmbH das Versorgungssystem Medea Senex® für Altenheime entwickelt.
In Kooperation mit den Alteneinrichtungen der St. Elisabeth Pflege GmbH (Osnabrück) wurde so ein Qualitätssicherungs- und Risikomanagementsystem für die Seniorenversorgung geschaffen, das durch Optimierung der Kommunikation, der Strukturen und Prozesse kontinuierliche und messbare Verbesserungen der gesamtem Arzneimittelversorgung hervorbringt.
Dazu wurden bisher neue Strukturelemente der Medikamentenorganisation, die in Krankenhäuser schon längst zum Standard gehören, wie Qualitätskomitees, Medikationsbeauftragte, Intensivschulungen, Therapiebeobachtungsbögen, Qualitäts- und Kommunikationsstandards zur Arzneimittelanwendung, in den Einrichtungen verankert.
Im nächsten Schritt sollen die heimversorgenden Ärzte noch stärker in den Qualitätsprozess integriert werden.
MedeaSenex® verbessert dabei nicht nur die Gesamtsituation der Bewohner der Alteneinrichtungen, sondern leistet auch einen Beitrag zur Optimierung der wirtschaftlichen Ressourcen. Davon profitieren am Ende auch die Kostenträger.
Während des von der Ärztekammer Niedersachsen mit 3 Fortbildungspunkten anerkannten Veranstaltungsnachmittags werden die Anforderungen der Medikationssicherheit in Pflegeeinrichtungen erläutert und Lösungswege aufgezeigt: Vortragsnachmittag „Qualität und Medikationssicherheit bei der Versorgung von Altenheimbewohnern“, 27.1.2010, 15.30 – 18.00 Uhr, Steigenberger Remarque Hotel Osnabrück. Anmeldungen werden erbeten unter Fax 05424 8015332. Anmeldeschluss ist der 22. Januar.